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Daily News 15.08.2016

Dalila Jakupovic gewinnt die Ladies-Open


Dalila Jakupovic hat die 19. Boso-Ladies-Open des TC Hechingen gewonnen. In einem dramatischen Endspiel setzte sie sich gegen die Niederländerin Cindy Burger mit 6:3, 4:6 und 7:6 durch.

Es war ein echtes Herzschlagfinale, das die Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne der Hechinger Tennis-Anlage zu sehen bekamen. Drei Matchbälle hatte Burger bei einer 4:5-Führung im dritten Satz bei Aufschlag Jakupovic. Doch die 25-jährige Slowenin behielt den Kopf, wehrte alle ab und glich schließlich mit einem Ass zum 5:5 aus.

Die an Position zwei gesetzte Burger hatte Probleme, musste sich beim Seitenwechsel von Physiotherapeut Peter Schüssler am Rücken behandeln lassen. Sie kam zurück und brachte ihren Service durch. Doch auch Jakupovic – die Nummer drei des Turniers, hatte auf dem Weg ins Endspiel keinen Satz abgegeben – hielt dem Druck stand, glich zum 6:6 aus. Die Entscheidung musste im Tiebreak fallen. Und es blieb ein Duell auf Augenhöhe. Jakupovic legte auf 5:3 vor, aber Burger konterte zum 5:5. dann setzte die Niederländerin einen leichten Volley knapp ins Aus. Matchball Jakupovic, Burger schlug den Ball abermals ins Aus. Jakupovic jubelte. Burger schien zunächst untröstlich. "das war wirklich hart. Ab Mitte des zweiten Satzes war ich die bessere Spielerin. Dann habe ich zum schlechtesten Zeitpunkt Rückenschmerzen bekommen. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Ich habe meine Chancen nicht genutzt."

Siegerin Jakupovic war natürlich happy: "Es war ein unglaublich enges Match, wir waren beide etwas nervös. Ich bin glücklich, dass ich noch gewonnen habe, obwohl ich zuvor drei Matchbälle gegen mich hatte. Es gibt so Situationen, da hat man einfach das Glück, aber dafür arbeite ich auch jeden Tag."

Im ersten Satz hatten die beiden Finalistinnen wenig Erbauliches geboten, Fehler reichte sich an Fehler. Allerdings leistete sich Burger einige mehr davon, und so ging der erste Abschnitt mit 6:3 an Jakupovic. Die Slowenin legte im dritten Durchgang auf 3:1 vor, doch plötzlich steigerte sich Burger, spielte nun druckvoller, sicherer und variabler. Holte sich den Satz mit 6:4. Im dritten Durchgang brachten beide ihre Aufschlagspiele durch.

Im Halbfinale hatten die beiden ihre Aufgaben souverän gelöst. Jakupovic setzte sich überraschend locker mit 6:1 und 6:4 gegen die an Nummer eins gesetzte Bulgarin Isabella Shinikova durch. Burger bezwang die italienische Qualifikantin Camilla Rosatello mit 6:3 und 6:4.

Weitaus einfacher hatten es zuvor Anna Zaja und Nicola Geuer im Finale der Doppelkonkurrenz gegen Vivian Heisen und die Österreicherin Pia König. Wann auch immer ein Spiel mit dem Entscheidungspunkt zu beenden war, hatten Zaja und Geuer meist das bessere Ende für sich. "Anna und Nicole haben gut gespielt, dem hatten wir nicht viel entgegenzusetzen. Es ist natürlich enttäuschend für mich zum zweiten Mal in Folge ein Doppelfinale in Hechingen verloren zu haben", sagte Heisen nach der 3:6/1:6-Niederlage. Anna Zaja strahlte hingegen über das ganze Gesicht. "Wir waren aktiver, sind in den entscheidenden Momenten nach vorne gerückt und haben Druck gemacht." Dass sie zum ersten mal ein Turnier vor ihrer "zweiten Haustür" – ihre Oma lebt in Hechingen – gewonnen hat, freut sie natürlich ganz besonders. "Oma hat mich in dieser Woche super mit Kuchen und Plätzchen versorgt. Die muss ich nächste Woche eben wieder abtrainieren. Den Blumenstrauß von der Siegerehrung bekommt sie."

Mit einem packenden Endspiel zwischen den an Nummer zwei und drei gesetzten Cindy Burger (Niederlande) und Dalila Jakuopvic (Slowenien) sind die 19. Boso-Ladies-Open des TC Hechingen gestern zu Ende gegangen. Jakupovic setzte sich hauchdünn mit 6:3/4:6/7:6 durch. Zuvor hatten Anna Zaja (TEC Waldau) aus Mengen und Nicola Geuer (Ratinger TC Grün-Weiß) das Endspiel der Doppelkonkurrenz gegen Vivian Heisen (Braunschweiger THC) und die Österreicherin Pia König glatt mit 6:3/6:1 gewonnen.

Zum letzten Mal war das turnier auf der Tennis-Anlage im Hechinger Weiher mit 25000 Dollar dotiert. Bei seiner 20. Auflage im kommenden Jahr wird das Turnier deutlich aufgewertet. dann werden insgesamt 60 000 Dollar ausgeschüttet. Dabei kommen einige Neuerungen auf die Turniermacher zu. So müssen künftig ab der ersten Runde Ballkinder eingesetzt werden, neben dem Stuhlschiedsrichter wachen dann auch Linienrichter darüber, ob ein Ball nun im Feld oder im Aus eingeschlagen hat. Waren die Ballkinder schon in der Vergangenheit ab dem Halbfinale mit von der Partie, bedienten sie die Spielerinnen nun schon ab dem Viertelfinale. "Das war so etwas wie ein Testlauf. Wir haben gute Erfahrungen gemacht", sagt Thomas Bürkle. Er ist sich sicher, dass bei einem 60 000er-Turnier auch Spielerinnen, die in der Weltrangliste unter den Top 100 geführt werden, in Hechingen aufschlagen werden. "Der Cut für das Hauptfeld wird dann wohl bei Position 250 liegen", sagt Bürkle. Der Manager des Bundesligisten TEC Waldau ist einer der beiden Turnierdirektoren.

Der andere, Gerhard Frommer, Sportwart des TC Hechingen, blickt auch schon mit Vorfreude auf die 20. Ladies Open. Er erhofft sich dann vor allen Dingen mehr Zuschauer in der Qualifikation. "Insgesamt sind wir mit der Resonanz natürlich sehr zufrieden. Ab Mittwoch hat alles gepasst, da hatten wir an allen Tagen eine hohe Frequenz. Allerdings hätte es in der Quali mehr sein dürfen, um einen neuen Rekord zu erreichen. Im vergangenen Jahr hat Patty Schnyder noch die Quali gespielt. da war auf der Anlage schon richtig etwas los", sagt Frommer.

Doch auch das Rennen um die freien Plätze im Hauptfeld wird sich 2017 anders gestalten als bisher. "Im kommenden Jahr sind nur noch 32 statt wie bisher 48 Spielerinnen dabei. Das Niveau wird dafür steigen, die Spielerinnen liegen in ihrer Leistungsstärke enger beisammen", so Frommer weiter. Beibehalten wird Sonntag als Quali-Start.

Seine sportliche Bilanz der Ladies Open 2016 ist durchweg positiv: "Es hat schon ein paar Highlights gegeben. Das Einzelfinal war klasse. Burger und Jakupovic haben gezeigt, dass sie das Zeug dazu haben, auch ein 60 000-Dollar-Turnier zu gewinnen. Auch die an Nummer eins gesetzte Isabella Shinikova hat gut gespielt, allerdings hatte sie ihre Nerven nicht immer im Griff."

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