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Daily News 08.08.2017

Ladies-Open: Nummer eins muss tatenlos abreisen

Das ist ein Novum. Die boso Ladies Open Hechingen gehen ohne eine Nummer eins in ihre 20. Auflage. Die eigentlich Top-Gesetzte Tschechin Denisa Allertova musste ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Allertova, die aufgrund ihrer aktuellen Weltranglisten-Position (WTA 91) noch vor der Niederländerin Richel Hogenkamp (WTA 94) und Pauline Parmentier (Frankreich/WTA 96) beim 60 000-Dollar-Turnier des TC Hechingen an eins gesetzt gewesen wäre, erschien am Montag zum Sign-In, musste aber nach einem medizinischen Check passen. "Sie fällt wegen einer Fußverletzung ein, zwei Wochen aus", so Turnierdirektor Thomas Bürkle. "Es ist natürlich schade, dass damit eine Spielerin aus den Top 100 fehlt. das schadet aber der Qualität des Feldes nicht. Unglaublich ist gerade die Dichte an Spielerinnen, die in der Weltrangliste Positionen zwischen 220 und 280 einnehmen", so der Manager des Damen-Bundesligisten TEC Waldau weiter.

Anstatt Allertova wird ein Lucky Loser ins 32er-Hauptfeld der Ladies Open rücken, also ein jener vier, die heute in den Endspielen der Qualifikation den Kürzeren ziehen. In den beiden ersten Quali-Finals im Hechinger Weiher stehen sich am heutigen Dienstag ab 11 Uhr die Ungarin Greta Arn gegen Akgul Amanmuradova aus Usbekistan sowie die beiden Italienerinnen Ludmilla Samsonova und Deborah Chiesa gegenüber.

Die ersten Bälle im Hauptfeld fliegen ab 12 Uhr über das Netz, wenn die Deutsche Jugendmeisterin Anna Gabric (TEC Waldau) auf dem Center Court auf Renata Zarazua (Mexiko) trifft. Danach treten Katarzyna Piter (Polen) und die an vier gesetzte Russin Anna Kalinskaya gegeneinander an. Parallel dazu steigen auf Court 3 ab 12 Uhr die Duelle Magdalena Frech (Polen) gegen Jesika Maleckova (Tschechien) und Ipek Soylu (Türkei/5) gegen Sofia Shapatava (Georgien).

 

Nicht vor 15 Uhr spielen Hogenkamp und Camilla Rosatello (Italien) um den Einzug in die zweite Runde, nicht vor 17 Uhr lautet das letzte Duell des Tages auf dem Center-Court Antonia Lottner (Düsseldorf/8) gegen Chantal Skamlova (Slowakei).

Beste Chancen, über die Qualifikation ins Hauptfeld der Ladies Open einzuziehen hat die Hamburgerin Tamara Korpatsch. Die Nummer 132 der Welt, die aufgrund ihrer Position locker im Hauptfeld dabei gewesen wäre, erhielt eine Quali-Wildcard, weil sie den Meldetermin für das Turnier verschwitzt hatte. Sie trifft am Dienstag auf die Rumänin Cristina Dinu (369). Am Montag gewann Korpatsch ihr Zweitrunden-Match gegen die Russin Anastasia Pribylova mit 6:2/6:4. "Bis zum 6:2/5:2 war ich mit meinem Spiel eigentlich ganz zufrieden, dann habe ich vermeintliche Winner-Schläge seitlich ins Aus gespielt und meine Gegnerin hat sich wieder aufgebaut. Vielleicht lag es daran, dass ich vor diesem Turnier auf ein anderes Schlägermodell gewechselt habe", sagte die 22-Jährige. Tatsächlich schlug Pribylova noch einmal mächtig zurück, verkürzte auf 4:5 und hatte nun die Chance auszugleichen. Doch sie brachte ihren Aufschlag nicht durch. Zwar wehrte sie nach einem Doppelfehler den ersten Matchball von Korpatsch ab, den zweiten aber brachte sie aber nicht mehr über das Netz.

Korpatsch – "Ich bin froh, dass ich überhaupt hier spielen darf" – ist die einzige Deutsche, die noch ins Hauptfeld einziehen kann.

Vivian Heisen gewann gegen Amanmuradova den ersten Satz mit 6:3, die beiden weiteren Durchgänge aber gingen mit 7:6 und 6:2 an die Usbekin. Heisen – Doppelfinalisten in Hechingen in den beiden vergangenen Jahren – bleibt dem Publikum jedoch erhalten. Sie tritt im Doppel an der Seite der Brasilianerin Luisa Stefani an.

Beendet ist das Turnier für Romy Kölzer (Betzdorf). Sie musste sich in der zweiten Runde der Quali der gesetzten Rumänin Nicoleta-Catalina Dascalu mit 4:6/3:6 beugen.

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