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Daily News 09.08.2018

Am Mittwoch war die Tribüne bei den boso Ladies Open rappelvoll. Aufgeben musste die topgesetzte Carina Witthöft.

Laura Siegemund aus Metzingen, die Regionalmatadorin bei den boso Ladies Open in Hechingen, wankte. Unkonzentriert und offensichtlich noch etwas müde von ihrem Gewinn des 25 000-Dollar-Turniers in Saulgau am vergangenen Sonntag musste die US-Open-Mixed-Siegerin von 2016 den ersten Satz gegen die tschechische Qualifikantin Anastasia Zarycka mit 4:6 abgeben. O weh! Gleich am ersten Tag des Hauptfeldes beim Hechinger 60 000-Dollar-Turnier schien sich ein Favoritensturz anzubahnen.

Doch das 1000-köpfige Publikum auf der Centre-Court-Tribüne fieberte mit der Ermstälerin und peitschte sie nach vorne. Laura Siegemund wendete das Blatt und gewann die beiden folgenden Sätze mit 6:1 und 6:2. Erleichterung und Beifall auf den Rängen: Der Publikumsliebling des gestrigen Tages hatte die erste Hürde genauso genommen wie einige andere Deutsche im Ladies-Open-Feld, das noch nie so sehr von schwarz-rot-goldener Klasse geprägt war wie diesmal: Anna Gabric schlug die Italienerin Stefania Rubini ebenso in zwei Sätzen wie die an Nummer 2 gesetzte Antonia Lottner die Tschechin Tereza Martincova. Anna Zaja, die Oberschwäbin mit der Hechinger Oma, setzte sich zur Freude des Publikums gegen die Slowakin Michaela Honcova durch, und Lena Rüffer rang die Griechin Eleni Kordolaimi nach drei Sätzen nieder.

Am frühen Abend, als man im Club eigentlich schon feiern wollte, nach dem verregneten Dienstag mit dem Spielplan aber noch in die Verlängerung musste, dann doch noch der große Paukenschlag: Carina Witthöft, Hechingen-Siegerin von 2013 und 2014 und als Nummer 100 der Welt auch diesmal topgesetzt, scheiterte an ihrer Kollegin aus dem Porsche-Talentteam, der 21-jährigen Saarländerin Katharina Hobgarski. Beim Stand von 3:6/1:4 musste die angeschlagene Hamburgerin aufgeben.

Turnierdirektor Gerhard Frommer hatte geahnt, dass die eine oder andere Favoritin straucheln würde, blieb aber unbesorgt: „Wir haben diesmal so viele aussichtsreiche Deutsche im Feld.“ Nein, auch ohne die Nummer 1 bleiben die Ladies Open höchst attraktiv.

Gestern strömten die Tennisfans erstmals in Massen auf die Weiheranlage, deren Plätze schon morgens ab halb sieben von den vielen Helfern von den Wassermassen befreit worden waren, die nachts ein neuerliches Gewitter gebracht hatten. Wer nicht für einen Tribünenplatz Schlange stehen wollte, machte es sich eben bei einem kühlen Bier oder einem Eis im Club gemütlich.

Nur der abendliche Empfang und die Party verzögerten sich bis nahe an den Einbruch der Dunkelheit. „Es hilft nichts“, sagte Gerhard Frommer mit Blick auf das am Dienstag Versäumte. „Wir müssen heute spielen auf Teufel komm raus.“ Etwas entspannter geht’s heute Mittag weiter.

Erstmals bei den 21. boso Ladies Open in Hechingen war gestern die Tribüne so richtig voll. Das Publikum feierte die siegreichen Deutschen.

von Hardy Kromer

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