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Daily News 07.08.2019

Eine Bilanz, die ihresgleichen sucht

Es gibt wohl keine Spielerin, die bei den Boso-Ladies-Open eine derartige Bilanz vorweisen kann, wie Tamara Korpatsch. 2017 gewann die Hamburgerin das Turnier, 2018 scheiterte sie erst im Halbfinale an Laura Siegemund. Dabei musste Korpatsch beide Male mit einer Wildcard durch die Qualifikation – weil sie vergessen hatte, rechtzeitig zu melden.

2019 ist alles anders. Korpatsch trug sich pünktlich in die Meldeliste ein und ist im Weiher zum ersten Mal gesetzt. Weil Laura Siegemund verletzt zurückzog, als Nummer 115 der Weltrangliste sogar an Position eins. "Ich versuche mir deshalb keinen Druck zu machen. Ich will einfach gutes Tennis spielen und mir keine Gedanken über das Ranking oder Punkte machen", sagt die 24-Jährige. Am Dienstagnachmittag schlug sie im Training ein paar Bälle mit der Schweizerin Pauline Wuarin, mit der sie abends einer weitere Premiere feierte. Denn zum ersten Mal trat Korpatsch in Hechingen auch noch in der Doppel-Konkurrenz an – "Ich konzentriere mich eigentlich aufs Einzel und spiele recht selten Doppel. Es macht mir aber sehr viel Spaß." Von Erfolg war der Auftritt an Wuarins Seite nicht gekrönt. Die beiden unterlagen dem an zwei gesetzten serbisch-spanischen Paar Olga Danilovic/Georgina Gracia-Perez 1:6/2:6.

Korpatsch kommt gerne nach Hechingen. "Die Menschen hier gefallen mir, sie sind alle so freundlich. Es kommen immer sehr viele Zuschauer und sorgen für eine tolle Stimmung. Die Atmosphäre ist einfach gemütlich. Dass so ein Turnier in dieser verhältnismäßig kleinen Stadt möglich gemacht wird, ist wirklich toll", sagt Korpatsch. Kein Wunder also, dass sie unter der Burg Hohenzollern überaus erfolgreich ist. Denn von ihren 15 Einzeln in Qualifikation und Hauptfeld hat sie 14 gewonnen.

Anfang des Jahres machte die Rechständerin eine Durststrecke durch, doch seit ihrem Halbfinaleinzug in Lausanne – dort scheiterte sie an der Französin Alizé Cornet – stimmen die Ergebnisse. Sie gewann das 60 000-Dollar-Turnier in Prag und erreichte in der vergangenen Woche beim WTA-Turnier in Karlsruhe das Viertelfinale, zog dort aber gegen die Spanierin Paula Bardosa Gibert den Kürzeren. "Ich bin ganz gut drauf, aber das Viertelfinale von Karlsruhe will ich aus dem Kopf bekommen und nicht mitschleifen. Da habe ich nämlich nicht gut gespielt", sagt Korpatsch und lacht. Und dann grübelt sie doch noch einmal, ob es eine Last sein könnte, an eins gesetzt zu sein. "In Prag war ich in drei gesetzt, das war nach dem Meldeschluss in Hechingen auch so – das hätte mir besser gefallen."

Heute wartet auf Korpatsch mit dem Erstrunden-Match gegen Stephanie Wagner eine schwere Aufgabe. Denn auch die Oberpfälzerin erreichte in Karlsruhe das Viertelfinale und schlug auf dem Weg dahin die Nummer 74 der Welt, Tatjana Maria. Die Partie auf dem Center-Court beginnt nicht vor 17.30 Uhr.

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